»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,11

Daumendrücken für Fawad!

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Daumendrücken für Fawad!

Daumendrücken für Fawad!

Gute zwei Monate befand sich Fawad Safi aus Syrien im Kirchenasyl. Jetzt gibt es Hoffnung für den jungen Syrer, bleiben zu können. 

Schon im Hausflur lässt ein köstlicher Duft sehr Gutes erahnen. In der Küche angekommen, sind drei junge Männer eifrig an Topf, Pfanne und Schneidbrett beschäftigt. Was gibt es denn? "Viel", lacht Fawad Safi. Denn er möchte sich bedanken, und zwar so innig wie möglich.

Vor rund acht Wochen kam der gebürtige Syrer nach Haltern, wo sein Bruder bereits seit einigen Jahren lebt und arbeitet. Doch Fawad durfte nicht bleiben. Die einzige Möglichkeit, die ihn vor der Abschiebung bewahrte, war das Kirchenasyl, wofür sich Anna Haverkamp vom Halterner Asylkreis umgehend einsetzte - und bei Michael Ostholthoff spontane Unterstützung fand: Unser Pfarrer nahm den jungen Mann kurzerhand in seine Wohnung auf. Durchaus eine Herausforderung, wie Ostholthoff bestätigt: "Fawad sprach kein Deutsch. Und er durfte aufgrund der Asylform die Wohnung nicht verlassen." Doch es funktionierte, und der Syrer konnte dank der vielseitigen Unterstützung allmählich neue Hoffnung schöpfen.

Inzwischen ist sein Aufenthaltsstatus geklärt, seit Mitte April darf Fawad "raus" und kümmert sich nun mit der Hilfe des Asylkreises um eine Zukunft in Haltern. "Mein Chef hat schon gesagt, dass er bei uns mitarbeiten kann", sagt Fawads Bruder Milad, der in der Gastronomie beschäftigt ist. Und das möchte der junge Mann gerne - zumal es ihm absolut liegt, wie dieser Donnerstagabend Ende April beweist.

Gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Freund Naveed Azime hat er all seine Unterstützer in Naveeds Wohnung eingeladen, um sie mit einem umfassenden Dinner zu verwöhnen. Rote Linsensuppe, Köfte (Hackbällchen in Tomatensoße), Rindfleischeintopf, und auch etwas Süßes zum Nachtisch fehlt nicht. Fawad ist sichtlich gerührt, als er mit seinen Gästen am Tisch sitzt und diese sich begeistert über die lukullischen Genüsse äußern. Es ist der Beginn eines rundum schönen Abends - und hoffentlich auch der eines Neubeginns für Fawad.

Und Michael Ostholthoff kann nun wieder die Koffermatratze in seinem Arbeitszimmer zusammenfalten und in sein Schlafzimmer zurückziehen. Ein wirklich spannendes Projekt hat ein gutes Ende gefunden.