»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,11

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Pfarrei St. Sixtus

„Allen Menschen in gleicher Weise die Liebe Gottes zusprechen“

Stellungnahme von Pfarrer Michael Ostholthoff im Namen der Gemeinde zur Erklärung der römischen Glaubenskongregation

Tief enttäuscht und beschämt hat die Pfarrgemeinde St. Sixtus die Erklärung der Glaubenskongregation in Rom aufgenommen, dass homosexuelle Paare nicht in unseren Kirchen gesegnet werden dürfen. Der Begründungszusammenhang, dass nur so der Ehe ihr Alleinstellungsmerkmal erhalten werden kann, erschließt sich uns nicht. Vielmehr verstehen wir unseren Auftrag als christliche Gemeinde so, allen Menschen in gleicher Weise die Liebe unseres Gottes zuzusprechen. Herabsetzung und Benachteiligung von Gruppen unserer Gesellschaft, und seien sie in noch so salbungsvolle Worte gekleidet, passen nicht zu unserem Selbstverständnis und unserer Berufung für die Welt. Es macht uns traurig, wenn gesellschaftliche Entwicklungen von der Amtskirche immer als bloßer Zeitgeist desavouiert werden.

Wir wünschen unserer Kirche vielmehr das Zutrauen, in unserer Gegenwart mit ihren vielen Veränderungen auch das Wirken des Heiligen Geistes zu erkennen, der überall dort wirkt, wo Menschen zueinanderstehen, sich im Leben Halt und Stütze geben und füreinander da sind, denn wo Liebe ist, da ist auch Gott (nachzulesen nicht nur bei Leo Tolstoi, sondern auch im 1. Johannesbrief).

Wenn homosexuelle Paare in unserer Gemeinde sich kirchlichen Segen wünschen, wird ihnen dieser auch gespendet.