»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,1

Heilig Kreuz, Hamm-Bossendorf

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Heilig Kreuz, Hamm-Bossendorf

Die Kirche Heilig Kreuz in Hamm-Bossendorf

Die Kirche Heilig-Kreuz in Hamm-Bossendorf gehört zu den ältesten Kirchen der Pfarrei St. Sixtus. Die Kirche wurde ursprünglich als rechteckiges kapellenartiges Gebäude errichtet. Zu Anfang des 13. Jahrhunderts wurde der heutige Kircheturm vor diese Kapelle gesetzt. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts kam dann der heutige Chorraum hinzu, der die Kirche halbrund abschließt.
Zwischen 1958 und 1965 wurde die Kirche grundlegend renoviert und saniert. In dieser Zeit wurde auch die ursprüngliche Kassettendecke wieder hergestellt. Außerdem wurde das Turmportal geschlossen. Der Turm wurde zur Taufkapelle umgebaut. Schließlich wurde auch die Orgelemporte gebaut.
1987/88 wurde in einer weiteren Renovierungsphase die Kassettendecke durch ein Balkendecke aus Eichenholz ersetzt und die Orgelbühne erweitert.

Der Innenraum von Heilig Kreuz ist schlicht gehalten und sehr harmonisch angelegt.
Mittelpunkt ist der Altartisch aus Anröchter Dolomit, der in seiner Schlichtheit den Chorraum beherrscht. In ihn ist ein Reliquienkästchen eingelassen, in dem Reliquien der Heiligen Faustina und Demetria ruhen, die während der diokletianischen Christenverfolgung im Jahre 204 in Rom den Märtyrertod erlitten. Das Reliquienkästchen trägt das Wappen von Bischof Dr. Reinhard Lettmann.
Die drei Chorfenster gehen auf den münsteraner Architekten Hans Ostermann zurück. Alle drei Fenster weisen auf das Geheimnis des Kreuzes hin: Links die gekreuzten Spießen an denen das Osterlamm gebraten wurde, rechts ein kreuzähnlicher Balken mit der Kupferschlange in der Wüste und in der Mitte das konstantinische Kreuz mit dem Siegeskranz und dem Christusmonogramm.
Über dem Zelebrationsaltar hängt seit 1989 ein ausdrucksstarkes Kreuz. Der Christuskorpus stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist aus Lindenholz geschnitzt. Das Kreuz selbst besteht aus alten Dachbalken der Kirche.
An der Sakristeitüre ist ein gotisches Sakramentshäuschen in die Wand eingelassen. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Dreht sich der Betrachter um, so blickt er in die Turmkapelle, die als Taufkapelle dient. Der runde Taufstein stammt aus der Erbauungszeit der Kirche und ist romanisch. Der Deckel wurde 1960 von Heiner Kuhlmann entworfen und in Kupfer in Schweißtechnik ausgeführt. Die drei Bilder zeigen Daniel in der Löwengrube, Jona und den Walfisch und die drei Jünglinge im Feuerofen - allesamt Bilder des Lebens aus großer Bedrohung. Ein Bündel von Bergkristallen bildet den Griff des Deckels und erinnert an die Herrlichkeit und Kraft Gottes.
Die Deckelumschrift ist ein Zitat des Heiligen Gregor von Nazianz aus dem 4. Jahrhundert: "Das ist für uns der Feste Fest und jeglicher Hochfeier, so sehr allen übrigen vorausleutend wie den Sternen die Sonne".
Die Taufkapelle wird begrenzt vom Heilig-Geist-Fenster auf der einen Seite und dem Abschlussgitter mit den griechischen Wörtern "phos und zoä" für "Licht und Leben".

Die Orgel

Die Orgel von Heilig Kreuz stammt von der Firma Breil aus Dorsten. Sie hat acht klingende Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.

Anschrift

Kirchweg
45721 Haltern am See