Seit dem 1. Januar 2024 bilden die beiden Marler Pfarreien Hl. Edith Stein und St. Franziskus gemeinsam mit der Pfarrei St. Sixtus Haltern einen Pastoralen Raum. Deutlich weniger Seelsorge-Personal, sinkende Mitgliederzahlen in der katholischen Kirche sowie geringere finanzielle Möglichkeiten haben strukturelle Anpassungen im Bistum Münster notwendig gemacht. Seit Januar 2026 koordiniert ein Leitungsteam den Pastoralen Raum.
Das Leitungsteam
Das Leitungsteam des Pastoralen Raums Haltern - Marl ist zum 1. Januar 2026 an den Start gegangen. Neben Andreas Steinberg als freiwillig Engagiertem, Pfarrer Michael Ostholthoff als Vertreter der Leitenden Pfarrer sowie Benedikt Stelthove als Vertreter der Pastoralreferentinnen und -referenten, die von Münsters Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers ernannt werden, wird Dr. Markus Wenzel, der als Ehrenamtlicher in das Leitungsteam gewählt worden war, diesem in beratender Funktion angehören. Der freie Platz im Leitungsteam des Pastoralen Raums soll zeitnah durch eine weitere freiwillig engagierte Person besetzt werden, so hat es das Koordinierungsteam beschlossen. Dazu muss das Leitungsteam, wie im Statut vorgesehen, den Rat des Pastoralen Raums einberufen.
Die Aufgaben
Das Leitungsteam fördert die Zusammenarbeit der weiterhin selbstständigen Pfarreien im Pastoralen Raum. Es verantwortet die pastoral-strategische Ausrichtung, vernetzt, wo im Hinblick auf die Pastoralstrategie sinnvoll, Akteure und stärkt dabei die Selbstorganisation und Eigenverantwortung. Das Leitungsteam steuert die personalen und finanziellen Ressourcen des Pastoralen Raums und unterstützt die Kommunikation der verschiedenen Akteure auf dieser Ebene. Dabei soll das Team von einer Verwaltungsleitung unterstützt werden.
Vorstellung der ehrenamtlichen Mitglieder
Mit dieser neuen Struktur der Pastoralen Räume sollen sich die Pfarreien im Bistum Münster stärker vernetzen und miteinander kooperieren. Ziel ist es, die Kirche zukunftsfähig zu gestalten und den Herausforderungen der Zeit - sinkende Priester- und Mitgliederzahlen sowie begrenzte Ressourcen - mit neuen Ideen und gemeinschaftlichem Engagement zu begegnen. Die Amtszeit des Leitungsteams beträgt vier Jahre.
Dr. Markus Wenzel aus Haltern, der bereits in verschiedenen Feldern wie der Notfallseelsorge, dem Asylkreis Haltern, dem Lea-Drüppel-Theater oder auch der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) aktiv ist, ist gespannt, was auch ihn zukommt. "Ich hatte die Stellenausschreibung gelesen, und die Anforderungen passten einfach zu mir", sagt der 66-jährige promovierte Chemiker, der bis zum Renteneintritt in der Strategieentwicklung eines Geschäftsbereichs der Evonik tätig war. Auch die gute Zusammenarbeit mit Michael Ostholthoff habe ihn bewegt, sich einzusetzen. Ebenso möchte Andreas Steinberg aus Marl seine Erfahrung aus seinem langjährigen Engagement in der Pfarrei Heilige Edith Stein unter anderem als Mitglied im Kirchenvorstand und im Gemeindeausschuss St. Josef einbringen. "In Koordinierungs- und
Veraltungsausschüssen habe ich zwei Fusionen begleitet", berichtet der 57-Jährige, der bei der Stadt Marl als Kommunalbeamter mit dem Schwerpunkt Kultur und Weiterbildung
arbeitet.
Die Entscheidung, dass Markus Wenzel mit beratender Funktion im Leitungsteam sein wird, wurde einvernehmlich nach einem persönlichen Gespräch zwischen Hamers und Wenzel getroffen. Darüber hat der Geschäftsführer des Prozesses zur Entwicklung pastoraler Strukturen, Daniel Gewand, im Anschluss das Koordinierungsteam informiert. Alle Beteiligten, Hamers, Wenzel, Gewand und das Koordinierungsteam des Pastoralen Raums Haltern - Marl, tragen diese Lösung mit.
Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass Wenzel sich in der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) engagiert und auf der Internetseite der DGHS als regionaler Ansprechpartner für eine persönliche Beratung genannt wird. Aufgrund der unterschiedlichen Positionen von DGHS und katholischer Kirche zum Thema "Assistierter Suizid" haben sich Hamers und Wenzel darauf verständigt, dass Wenzel dem Leitungsteam als beratendes Mitglied angehören wird. Der promovierte Chemiker bleibt Mitglied im Pfarreirat von St. Sixtus und auch sein weiteres Engagement beispielsweise in der Notfallseelsorgebleiben unberührt.