»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,11

Andacht und Mahnwache zum Attentat in Berlin

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Andacht und Mahnwache zum Attentat in Berlin

Ein Zeichen für Zusammenhalt in Vielfalt

Andacht und Mahnwache im Gedenken an die Opfer des Attentats auf den Berliner CSD

Aus Anlass des Anschlags auf den CSD in Berlin hatte das Aktionsbündnis CSD Haltern am See, an dem sich auch die Pfarrei St. Sixtus beteiligt, zu einer gemeinsamen Andacht, einer anschließenden Mahnwache und einem gemeinsamen Zeichen des Gedenkens am Dienstag, 28. Juli in die Sixtuskirche und auf den Marktplatz eingeladen.

Nachdem die Sixtuskirche erst vor einer Woche Kulisse für den 4. CSD in Haltern am See gewesen war, bot sie den Teilnehmenden der Andacht nun den Raum für die Gefühle von Fassungslosigkeit, Angst, Sorge und Zorn – und ebenso für das Gedenken an die Opfer wie für ein sichtbares Zeichen des Zusammenhaltes. Pastoralreferent Georg Kleemann und Vikarin Janine Ta Van-Wolf betonten, das die queere Community in Haltern und ihre Unterstützer*innen sich nicht verängstigen und entmutigen ließen, sondern einen festen Rückhalt aneinander und in Gott fänden. Auf die Äußerungen von Hass und Gewalt sowie die Versuche, die Gesellschaft zu spalten, sei weiterhin mit den Waffen der Liebe zu reagieren: mit Verständnis, Respekt und Solidarität.Nach den stillen Fürbitten, bei denen die Teilnehmenden eine Kerze entzünden und mitnehmen konnten, wurden das Vaterunser und ein muslimisches Gebet gebetet, das der junge Syrer Fadi Ali auf Deutsch und Arabisch vortrug. Er hat auch ein Plakat gestaltet, das nun für einige Wochen im Eingangsbereich der Sixtuskirche steht und auf dem er sich als Muslim von den Gewalttaten in Berlin distanziert.

Zur anschließenden Mahnwache auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus versammelten sich etwa 80 Menschen. In sehr bewegenden, oft sehr persönlichen Beiträgen ergriffen mehrere Anwesende spontan das Wort und legten so ein mutiges Zeugnis sowohl von der eigenen Betroffenheit ab als auch von dem gegenseitigen Rückhalt und der Entschlossenheit, weiterhin in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Zum Abschluss fassten alle Teilnehmenden sich an den Hände und bildeten einen großen Kreis - ein eindrucksvolles Bild für den Zusammenhalt und die tiefe Verbundenheit.