Manchmal ist es an der Zeit, den Anker zu lichten - nicht um den Hafen hinter sich zu lassen, sondern weil der Ruf nach einem neuen Abenteuer lauter wird. Und wenn dann noch der Wind gut steht, gilt es Gelegenheiten zu ergreifen!
Nach eineinhalb ereignisreichen Jahren hier in der Gemeinde ist für mich die Zeit gekommen, ein neues Ziel anzusteuern. Zum 1. April werde ich mich beruflich verändern und einer neuen seelsorglichen Herausforderung in meiner Heimatstadt Münster nachgehen.
Es ist ein Aufbruch in ein neues Tätigkeitsfeld an einem mir vertrauten Ort. Die Seelsorge bietet vielfältige Bereiche und ich verspüre den Wunsch, mich in einem völlig anderen fachlichen Fahrwasser zu erproben und dort meine seelsorglichen Fertigkeiten zu vertiefen. Während ich die gewachsene Gemeinschaft hier nur ungern zurücklasse, zieht mich die Neugier auf meine künftigen Aufgaben unaufhaltsam voran. Ich gehe mit einer gehörigen Portion Wehmut im Gepäck, aber auch mit einem stark klopfenden Entdeckerherzen.
Auch wenn meine Zeit hier vergleichsweise kurz war, blicke ich voller Dankbarkeit auf die Menschen zurück, die mich auf dieser Reise begleitet haben. Daher ist es mir ein großes Anliegen, Danke zu sagen. Mein herzlicher Dank gilt dem Seelsorgeteam für den vertrauensvollen Austausch und die herzliche Zusammenarbeit, sowie im Besonderen dem Jugendteam für die lebendigen Impulse und die gemeinsame Zeit. Ebenso danke ich den Menschen, die uns im pastoralen Dienst sicher durch alle organisatorischen Fragen lotsen, unseren Küsterinnen und Küstern und den Damen im Pfarrbüro. Ein ganz besonderer Gruß geht an das Kollegium der Alexander-Lebenstein-Realschule - die Kooperation zwischen Schule und Gemeinde war für mich eine bereichernde Erfahrung, die mich und meine Arbeit sehr geprägt haben. Danke für euer Vertrauen und die unvoreingenommene Aufnahme.
Es ist die typische Spannung des Abschieds: Einerseits verlasse ich eine Gemeinschaft, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe, andererseits freue ich mich auf das Abenteuer der neuen seelsorglichen Herausforderungen. In einem Herzensanliegen bleibe ich der Pfarrei aber mit Freude weiterhin verbunden, durch das Krippenspiel in Sythen.
Ich verabschiede mich mit einem herzlichen Gruß und dem Blick auf den kommenden Horizont. Möge uns auf unseren unterschiedlichen Wegen stets ein guter Wind begleiten.
"Gott gebe uns für jede Welle ein Lied, für jeden Sturm einen Anker
und für jeden Weg einen Stern, der uns sicher leitet."
Dies wünscht Ihnen herzlich
Stephanie Rüsweg