»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,11

Geistliche Worte und Impulse

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Geistliche Worte und Impulse

Seit einigen Wochen finden in unseren Kirchen - unter Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln - wieder Gottesdienste statt. Trotzdem möchten wir auch noch weiterhin die Formate fortsetzen, die uns durch die erste Zeit der Coronakrise begleitet haben. So können wir auch für diejenigen da sein, die noch nicht an den Gottesdiensten teilnehmen können oder möchten. Zugleich können wir aber auch die Wege weiter erkunden, auf die uns die neuen Herausforderungen geführt haben.

Wortgottesdienst zum 30. Sonntag im Jahreskreis (Weltmissionssonntag)

Der Wortgottesdienst zum 30. Sonntag im Jahreskreis wurde vor der Kirche St. Antonius aufgenommen. Geleitet wird er vom Kaplan Jan Tasler.

Spenden können Sie unter:

Name: missio Aachen

Verwendungszweck: Weltmissionstag 2020

IBAN: DE23370601930000122122

BIC: GENODED1PAX

Wortgottesdienst zum 29. Sonntag im Jahreskreis

Zwischen den Stühlen stehen, sich für keine Seite recht entscheiden können, wie findet man aus so einer Situation einen Ausweg? Das heutige Evangelium stellt uns diese Frage ganz bewusst. Lassen wir uns mit Kaplan Jan Tasler auf die Denkweise Jesu ein und spüren ihr etwas nach.

10 Minuten für Gott

Jeden Freitag um 11 Uhr lädt das Vorbereitungsteam der "10 Minuten für Gott" zu einem geistlichen Impuls in die Pfarrkirche St. Sixtus ein. 

In dieser Woche erscheint der Impuls auch als Video auf unserem YouTube-Kanal. Damit laden wir ganz herzlich zum Innehalten und Durchatmen ein. Gern können Sie aber auch in den nächsten Wochen die Gelegenheit nutzen und freitags in die Sixtuskirche kommen. Wir freuen uns auf Sie!

Wortgottesdienst zum 28. Sonntag im Jahreskreis

Der Wortgottesdienst zum 28. Sonntag im Jahreskreis wurde in St. Laurentius Haltern aufgenommen und von Pastoralreferent Georg Kleemann gefeiert.

Wortgottesdienst zu Erntedank

Der Wortgottesdienst zum Erntedankfest wurde in der Pfarrkirche St. Sixtus aufgenommen. 

Wortgottesdienst zum 22. Sonntag im Jahreskreis

Der Wortgottesdienst zum 22. Sonntag im Jahreskreis wurde in der Kirche St. Andreas in Hullern aufgenommen. Geleitet wird er von Pfarrer Michale Ostholthoff.

Wortgottesdienst zum 21. Sonntag im Jahreskreis

Der Wortgottesdienst zum 21. Sonntag im Jahreskreis wurde in der Kirche Heilig Kreuz in Hamm-Bossendorf aufgenommen. Geleitet wird er von Pater Matthäus.

Wortgottesdienst zum 20. Sonntag im Jahreskreis

Der Wortgottesdienst zum 20. Sonntag im Jahreskreis wurde in der Kirche St. Joseph in Sythen aufgenommen. Geleitet wird er von Pfarrer Klemens Emmerich.
In diesen Wochen werden alle Taufen nachgeholt, die durch die Coronakrise ausgefallen sind bzw. verschoben wurden. Deswegen dreht sich der Videowortgottesdienst thematisch um die Taufe und die Berufung der Kinder.

Wortgottesdienst zum 19. Sonntag im Jahreskreis

An diesem Sonntag stellt sich Kaplan Jan Tasler der Pfarrei St. Sixtus vor. Am Sonntag, den 09. August 2020 wird er um 11.30 Uhr im Gottesdienst in der Marienkirche eingeführt. Zudem hat er den Videowortgottesdienst für diesen Sonntag vorbereitet.

Wortgottesdienst zum 18. Sonntag im Jahreskreis

Ein echtes Wunder: In der Gemeinschaft um Jesus wird aus scheinbarem Mangel Überfluss. Wie Jesus dabei den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Menschen auf die Spur kommt, dem geht dieser Gottesdienst mit Pastoralreferent Georg Kleemann und Pastoralreferentin Veronika Bücker nach.

Wortgottesdienst zum 17. Sonntag im Jahreskreis

Wer hätte nicht gern einen Schatz? Einen wertvollen Besitz, der von einem auf den anderen Moment das Leben sorglos macht? Was könnte so ein Schatz sein? Gehen Sie gern in diesem Gottesdienst mit Pastoralreferentin Veronika Bücker und Pastoralreferent Gregor Coerdt dieser "Schatzsuche" nach.

Wortgottesdienst zum 16. Sonntag im Jahreskreis

Der heutige Wortgottesdienst wurde am neuen Hofkreuz in Sythen aufgezeichnet. nach der Sonntagsmesse am 19. Juli 2020 um 11.30 Uhr wird Pfarrer Ostholthoff das Kreuz segnen.

Wortgottesdienst zum 15. Sonntag im Jahreskreis

Der Wortgottesdienst zum 15. Sonntag im Jahreskreis wird von unserem Pastoralassistenten Matthias Piontek geleitet.

Das Gleichnis vom Sämann ist vielen wohl vertraut, gehen wir diesem Vergleich mit dem Reich Gottes in diesem Gottesdienst auf die Spur und entdecken die ein oder andere neue Fassette.

Wortgottesdienst zum 14. Sonntag im Jahreskreis

Der Baum vor der Zentralrendantur in der Halterner Innenstadt ist nicht mehr. 250 Jahre hat er dort gestanden, jetzt ist er einem Pilzbefall zum Opfer gefallen. Das haben wir zum Anlass genommen, einen Videowortgottesdienst dort aufzunehmen.

Johannesprozession 2020

Tradition bewahren in Coronazeiten

Die Johannesprozession ist ein altes Gelöbnis der Gemeinde St. Antonius. Sie stammt aus dem Jahre 1708. Damals waren die Ernten aufgrund von schlechtem Wetter schlecht und die Menschen in Not. Sollte sich das Wetter bessern - so gelobten die Lavesumer Bauernschaften - würden sie jedes Jahr am Sonntag nach dem Fest des heiligen Johannes Baptist eine Prozession abhalten. Dieses Versprechen gilt bis heute. Da es unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich ist eine feierliche Prozession abzuhalten, hat sich der Gemeindeausschuss St. Antonius eine Alternative überlegt: Die Stationen werden auch in diesem Jahr von den Nachbarschaften vorbereitet und geschmückt. Dazu gibt es ein Heft mit den Bibeltexten und Gebeten der jeweiligen Stationen. Auf der Rückseite des Heftes befinden sich QR-Codes, die man mit dem Handy einscannen kann, um zwischen den Stationen zu navigieren. Das Heft liegt in der Kirche St. Antonius und an den einzelnen Stationen aus. Jeder und jede ist eingeladen, den Weg der Johannesprozession allein oder in kleinen Gruppen zu gehen. Mit dem Fahrrad oder Auto kann der Weg natürlich auch bestritten werden. Es ist auch möglich, nur einzelne Stationen anzulaufen. In jedem Fall will der Weg und jede einzelne Station eine Einladung sein Gott zu begegnen und seine Anliegen im Gebet vor ihn zu bringen.

Im Video wird die Aktion noch einmal in wenigen Worten erklärt.

Hier finden Sie zusätzlich das Heft mit allen Texten zum herunterladen und selbst ausdrucken.

Wortgottesdienst zum 13. Sonntag im Jahreskreis

Hier können Sie den Wortgottesdienst zum 13. Sonntag im Jahreskreis mitfeiern. Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Band Regenbogen mitgestaltet und von den Pastoralreferenten Gregor Coerdt und Veronika Bücker geleitet und vorbereitet. Aufgezeichnet wurde der Gottesdienst in der Kirche St. Laurentius.

Wortgottesdienst zum 12. Sonntag im Jahreskreis

Der Wortgottesdienst zum 12. Sonntag im Jahreskreis wurde in der Kirche St. Marien aufgezeichnet und von Pater Antony geleitet.

"Fürchtet euch nicht!" Das ist die Aufforderung Jesu an jeden Einzelnen von uns. Eine Ermutigung, das Leben mit allen Hürden und Hindernissen zu bestreiten.

Wortgottesdienst zum 11. Sonntag im Jahreskreis

Wortgottesdienst zum Dreifaltigkeitssonntag

Der Wortgottesdienst zum Dreifaltigkeitssonntag wurde in St. Sixtus aufgezeichnet. Geleitet wird der Gottesdienst von Pfarrer Klemens Emmerich.

 

 

Ökumenischer Pfingstgruß

Die christlichen Gemeinden in Haltern am See - die evangelische Gemeinde, die neuapostolische Gemeinde und die Pfarrei St. Sixtus - haben heute einen gemeinsamen Gottesdienst zu Pfingsten im Autokino gefeiert. Ein kleiner Pfingstgruß ist dabei entstanden.

Wortgottesdienst zum Pfingstfest

Der Wortgottesdienst zu Pfingsten wurde vom Ü-30 Gottesdienstkreis vorbereitet. Ein herzliches Dankeschön für die Mühen und den Einsatz!

Aufgezeichnet wurde er am Halterner Stausee und steht unter der Überschrift "Dem Geist auf der Spur".

Wortgottesdienst zum 7. Sonntag der Osterzeit

Der Wortgottesdienst zum 7. Sonntag der Osterzeit wurde am Annaberg aufgezeichnet. Hier werden an diesem Wochenende auch die Gottesdienste wieder starten.

Wortgottesdienste zu Christi Himmelfahrt

Die Gottesdienste zu Christi Himmelfahrt sind online.

Der Wortgottesdienst ist zu Christi Himmelfahrt in der Kirche St. Maria Magdalena in Flaesheim aufgezeichnet worden. Pfarrer Klemens Emmerich leitet den Gottesdienst

Der Familiengottesdienst wurde in St. Joseph Sythen aufgezeichnet.

Wortgottesdienst zum 6. Sonntag der Osterzeit

Der heutige Wortgottesdienst wird von Pater Matthäus gefeiert. Seit dem 1. Mai 2020 verstärkt er das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Sixtus.

Wir kommen dem Hochfest Pfingsten immer näher. Jesus spricht im Evangelium von einem "anderen Beistand" (Joh 14,16), den er uns geben wird. Hoffen wir in diesen Tagen auf Gottes Geist, der die Welt treibt und in uns wirksam ist.

Wortgottesdienst zum 5. Sonntag der Osterzeit

Der Wortgottesdienst zum 5. Sonntag der Osterzeit wurde in der Kirche St. Marien in der Halterner Innenstadt aufgezeichnet.

Christus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6), in seiner liebenden Zuwendung führt er die Menschen zum Vater.

Ökumenisches Friedensgebet zum 8. Mai 2020

Der 8. Mai ist ein geschichtsträchtiger Tag. Er erinnert an das Ende des zweiten Weltkrieges. Nehmen wir diesen Tag zum Anlass für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu beten und einzutreten.

Wortgottesdienste zum 4. Sonntag der Osterzeit - Guter-Hirten-Sonntag

An diesem Sonntag stehen wieder zwei Videowortgottesdienste zur Auswahl. Ein Wortgottesdienst aus der Kirche Heilig Kreuz in Hamm-Bossendorf mit Pfarrer Michael Ostholthoff und ein Kinder- und Familiengottesdienst aus der Kirche St. Marien mit Gregor Coerdt (Pastoralreferent), Veronika Bücker (Pastoralreferentin) und Matthias Piontek (Pastoralassistent).

Das heutige Evangelium vom Guten Hirten (Joh 10,1-10) brachte diesem Sonntag den Namen "Guter-Hirten-Sonntag" ein. Christus als der Gute Hirte führt seine Kirche auch in schweren Zeiten.

Wortgottesdienst zum zweiten Sonntag der Osterzeit

Die Emmauserzählung

Ein kurzer Kinder- und Familienimpuls zur Emmauserzählung.

Wortgottesdienste zu Ostern

Christus ist erstanden, Halleluja!

In diesen Tagen ist die Botschaft von Ostern besonders eindringlich: Das Leben hat den Tod besiegt, das wollen, dürfen und müssen wir feiern. Die Auferstehung Jesu von den Toten spricht uns Mut zu und will unsere Hoffnung stärken.

Auch für den Gottesdienst zu Ostern können Sie zwischen einem klassischen Wortgottesdienst und einem Kinder- und Familiengottesdienst wählen.

Wir wünschen Ihnen von Herzen frohe und gesegnete Ostern und hoffen, dass Sie mit den Videogottesdiensten trotz der Einschränkungen diese Tage feiern können.

Die Kirchen der Pfarrei sind festlich geschmückt - schauen Sie gern dort vorbei und sehen sich die Ostergärten an.

Wortgottesdienste zu Karfreitag

Ab sofort sind die Wortgottesdienste zu Karfreitag online.

Ein Wortgottesdienst aus St. Marien für Kinder und Familien und ein klassischer Wortgottesdienst aus St. Sixtus stehen hier zur Auswahl.

 

 

Ikonen und Icons

Zu den besonderen Gottesdienstformen, die eigentlich zur Feier der Kar- und Ostertage gehören, die aber in diesem Jahr bedingt durch die Corona-Pandemie ausfallen müssen, gehört auch der Kreuzweg: der gemeinsame Gang, bei dem der einzelnen Stationen der Leidens- und Sterbegeschichte von Jesus von Nazareth gedacht wird.

In diesem Jahr laden wir daher dazu ein, sich individuell auf diesen Kreuz-Weg zu machen: Rund um die Kirche St. Maria Magdalena in Flaesheim und in der Kirche selbst laden insgesamt vier Stationen zum Innehalten, Betrachten, Nachdenken und zum Gebet ein.

Vorbereitet wurde der Kreuzweg zusammen mit der Jugendgruppe der Gemeinde St. Maria Magdalena. Er verwendet dafür Material des diesjährigen Ökumenischen Jugendkreuzweges: „Ikonen, traditionelle christliche Malereien, werden dabei verbunden mit Icons, also mit Bildsymbolen, die uns in unterschiedlicher Form überall in unserer Lebenswelt begegnen“, erläutert Pastoralreferent Georg Kleemann. „In gleicher Weise laden die einzelnen Stationen dazu ein, die traditionelle Erzählung vom Leiden und Sterben Jesu Christi mit den Fragen und Themen unseres eigenen Lebens im Hier und Jetzt zu verbinden. Ich glaube, dass sich davon Jugendliche genauso wie Erwachsene ansprechen lassen können.“

Der Kreuzweg ist zugänglich von Mittwoch, 8. April bis Samstag, 11. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Wortgottesdienste zu Gründonnerstag

Der Kinder- und Familienwortgottesdienst aus St. Marien und der klassische Wortgottesdienst aus St. Sixtus zum Gründonnerstag eröffnen das österliche Triduum. Zusammen mit den Gottesdiensten an Karfreitag und Ostern bilden sie eine Einheit durch leiden, Sterben und Auferstehen Jesu.

Wortgottesdienste zu Palmsonntag

Der Einzug Jesu nach Jerusalem, der im Evangelium als freudiges Ereignis berichtet wird, eröffnet die Karwoche und damit auch Jesu Weg des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung. Für gewöhnlich beginnen die Gottesdienste in der Innenstadt am Palmsonntag gemeinsam an der Muttergottesstiege. Das wird auch in diesem Jahr so sein. Am Ende des Eröffnungsvideos und der Palmweihe können Sie zwischen dem klassischen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Sixtus und dem Kinder- und Familiengottesdienst in der Kirche St. Marien wählen.

Wir laden Sie ein, in diesem Jahr die Gottesdienste der Kar- und Ostertage digital mit uns zu feiern. Die gesegneten Buchsbaumzweige können Sie ab Palmsonntag in allen Kirchen der Pfarrei finden und von dort mitnehmen.

Begleiten wir den Herrn auf dem Weg des Leidens, Sterbens und Auferstehens.

Klassischer Wortgottesdienst aus St. Sixtus

Kinder- und Familiengottesdienst aus St. Marien

Familie - die Keimzelle der Gesellschaft

Gerade konservative Politiker bekommen bei diesen Worten oft so einen sentimentalen, verträumten Blick, wenn sie von der Familie als Keimzelle der Gesellschaft sprechen. Dabei werden die Probleme, die viele Familien in unserem Land haben, nicht selten geflissentlich ausgeblendet. In den Tagen der Corona-Krise wird der familiäre Sozialverband einem harschen Stresstest unterzogen, denn die Kontakteinschränkungen nehmen ja die Familien, die einen Hausstand bilden, gerade aus.
Es ist schon fast zu einem Allgemeinplatz geworden, dass das Wort "Krise" im Chinesischen mit den Schriftzeichen für "Gefahr" und "Chance" gebildet wird. An beide Ebenen denke ich, wenn ich die Situation unserer Familien reflektiere. Psychologen werden nicht müde zu betonen, welche Gefährdung eine Überforderung von Eltern im Umgang mit ihren Kindern mit sich bringt. Beengte Wohnverhältnisse, beruflicher Druck, die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Sondersituation tragen dazu bei, dass Spannungen zunehmen und Streit entsteht.
Ohne diese Probleme zu bagatellisieren und ohne in eine Sozialromantik eines zölibatär lebenden Menschen abzudriften, möchte ich aber auch den Gedanken der "Chance" für unsere Familien hochhalten. Wenn ich in diesen Wochen die Menschen, mit denen ich unter einem Dach wohne, noch einmal neu kennenlerne. Wenn wir miteinander ins Gespräch kommen, wozu unser Alltag sonst oft keine Gelegenheit mehr bietet, weil jeder in der Familie so geschäftig ist, wenn Eltern die Zeit finden, auf ihre Kinder zu schauen und sie das Wunder erkennen, welches uns in ihrer Entwicklung begegnet und wenn Kinder ob mit oder ohne Worte ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dass die Familie die sichere Basis ist, auf der sie ihre Pläne für ihre Zukunft errichten können, dann denkt vielleicht manche Familie einmal an diese Wochen zurück und wird sagen: Wie nahe wir uns damals gewesen sind.

Michael Ostholthoff, Pfarrer

"Wenn jemand an meinem Wort festhält" (Joh 8,51)

"Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen" (Joh 8,51)

Dieser Satz Jesu aus dem heutigen Evangelium hat bei den Menschen zur Zeit Jesu zu Recht Empörung ausgelöst. Auch heute kann ich mir nicht vorstellen, einen Menschen auf der Intensivstation mit diesen Worten zu trösten. Beim ersten Hören klingt es schon fast zynisch, was Jesus da sagt.

"Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen" - dieser Satz hat für mich aber auch eine zweite Perspektive. Eine zutiefst hoffnungsvolle Sicht. Er erinnert mich daran, dass es auch in dieser Krisensituation einen Anker gibt. Jesu Worte, an denen ich festhalten darf, drehen sich oft um die Barmherzigkeit. Vielleicht fällt Euch meine Cappy auf, die ich gerade trage. Darauf steht "The seven Works of Mercy" - auf Deutsch Die sieben Werke der Barmherzigkeit. Der Schirm meiner Cappy zeigt ein Gemälde von Pieter Bruegel aus dem 17. Jahrhundert, dass ebenfalls die sieben Werke der Barmherzigkeit heißt und diese zeigt. Sie sind Werke der Solidarität und der Mitmenschlichkeit. Solche Werke wirken Menschen derzeit im ganzen Land, wenn sie Kranke pflegen, Menschen in Quarantäne mit Lebensmitteln versorgen oder für andere beten. Die praktische Dimension des "an Jesu Wort Festhaltens" stellt sich mir in diesen Tagen sehr eindrücklich vor Augen. Und das dieses Wirken einen Widerhall im Himmel finden wird, möchte ich gern glauben.

Mathias Lübeck, Pastoraler Mitarbeiter

Bring mehr Zuhause in Dein Leben

Es ist die Werbestrategie des wohlbekannten schwedischen Möbelhauses seit Jahr und Tag. Mein Zuhause wird mir als ein Sehnsuchtsort vor Augen gestellt. Zuhause: Ort, den ich mit meinen Liebsten teile, Rückzugsmöglichkeit, dort wo ich sein kann, wie ich bin, wo ich herunterfahren kann, zur Ruhe komme, Kraft tanke, einfach: mein Wohlfühlort.

Oft erlebe ich meinen Alltag dann als rastlos und kräftezehrend, wenn ich quasi nur noch zum Schlafen nach Hause komme. Wenn ich von Termin zu Termin haste, ein von den vielen Verpflichtungen Getriebener bin.

Da könnte es ja mein größtes Glück sein, einmal aus diesem Hamsterrad auszustiegen, ist es mir doch in diesen Tagen schlichtweg aufgegeben, Zuhause zu bleiben. Mein Alltag stellt sich um, ich habe vielleicht plötzlich mehr Zeit. Was stelle ich mit ihr an? Oder wäre das gerade eine spannende Übung, nicht gleich wieder nach neuen Betätigungsfeldern in den eigenen vier Wänden zu suchen, sondern die Verlangsamung der Lebensrhythmen auszuhalten? Ich flüchte nicht in die nächste Aktion, sondern ich möchte zur Ruhe kommen. Schon bei den Wüstenvätern der ersten christlichen Jahrhunderte gab es eine wichtige geistliche Regel: "Verlass dein Kellion nicht!" Gemeint waren die eigenen vier Wände, die Stabilität und Ordnung verleihen können. Das Ausharren im Kellion verhindert die Zerstreuung. Ich laufe vor den Fragen meines Lebens nicht davon, sondern setze mich ihnen bewusst aus.

Oder wie es der Werbetexter am Ende des Spots formuliert: "Du könntest mit deinen Gedanken immer woanders sein. Du könntest aber auch einfach mal ankommen."

Michael Ostholthoff, Pfarrer

Urbi et Orbi - Papst Franziskus allein auf dem Petersplatz

Es war eine gespenstisch anmutende Szene. Papst Franziskus betritt am Freitag den menschenleeren Petersplatz. Es ist ein verregneter Abend in Rom. Ein kleiner Mensch wirkt verloren vor dem Hintergrund der gigantischen Kulisse der Fassade der Basilika. Eine Szene wie ein Sinnbild für die Situation in der Stadt, ja der ganzen Welt. Die Kirche bietet auf, was sie in einer solchen Stunde noch hat. Ein Pestkreuz aus dem Mittelalter, vor dem gebetet wird, verweist auf die Geschichte, in der Menschen immer wieder in den Abgrund schauten und doch an ihrem Glauben festgehalten haben. Und Franziskus spricht in eindringlichen Worten über die Lage der Menschheit, über Fehler, die gemacht wurden, über falsche Weichenstellungen der Vergangenheit gerade unter den reichen Völkern unserer Welt. Die Menschen vor dem Fernseher und an den Radios aber gebrauchen Zuspruch und Stärkung. Der Dienst der Kirche in dieser Stunde besteht nicht darin, einen Gott wieder gütig zu stimmen, der sich von der Menschheit abgewandt hätte, der Dienst der Kirche besteht darin, den Menschen zuzusprechen, dass sie in dieser Stunde nicht alleine stehen. Dass es einen Gott gibt, der zu uns hält. Mein Kollege Stefan Jürgens, Pfarrer in Ahaus, hat in einem seiner vielen lesenswerten Büchern den Gedanken formuliert: Sag nicht einfach Gott, dass du ein Problem hast, sag vielmehr dem Problem, dass du deinen Gott hast, der dir zur Seite steht. Diese Botschaft dürfen wir hinaustragen - in die Stadt und die Welt.

Michael Ostholthoff, Pfarrer 

Jesus wohnt in unserer Straße

Jesus wohnt in unserer Straße

Es war einer der Schlager unserer Jugendgottesdienste - ich rede von den 80er und 90er Jahren. "Jesus wohnt in unserer Straße" von R. Wiemer. Strophe für Strophe wird ein Mensch aus der eigenen Nachbarschaft in den Blick genommen. Nicht die Lichtfiguren, sondern die Menschen, die im Schatten stehen, denen das Leben alles abverlangt. Ich möchte Sie und Euch heute einladen, an unsere Nachbarn zu denken in diesen schweren Tagen. Das wir unser eigenes Lied im Hier und Heute singen.

Jesus wohnt in unserer Straße, ist ein alter Mann. Er fühlt sich so schrecklich einsam, niemand ruft ihn an. Und er sah mich und weinte. Und er sah mich und sprach: Wer weiß denn schon, wer weiß denn schon, dass ich in dieser Straße wohn, gleich um die Ecke neben an.

Jesus wohnt in unserer Straße, ist eine alleinerziehende Mutter. Sie muss sich zerreißen zwischen Job und Kindern, fühlt sich nur noch überfordert.

Jesus wohnt in unserer Straße, ist ein Arzt. Er versucht für seine Patienten dazusein, kommt aber auch an seine eigenen Grenzen, fühlt sich nicht gut ausgestattet, hat Sorge, wie es in den nächsten Tagen weitergeht

Jesus wohnt in unserer Straße und ist ein Kind, das nicht mehr mit seinen Freunden spielen kann. Das Angst hat, weil es spürt, dass auch die Eltern verunsichert sind.

Jesus wohnt in unserer Straße und ist eine Frau mit eine Vorerkrankung, so dass sie zur sogenannten Risikogruppe gehört. Eine Ansteckung könnte ihr Todesurteil sein und doch sehnt sie sich nach ihren Enkeln und würde sie so gerne in die Arme schließen.

Also noch einmal die Einladung: Gehen wir in Gedanken die Häuser unserer Straße ab und denken an die unterschiedlichen Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation und stimmen wir innerlich dieses Lied für sie an. Wir werden Jesus begegnen.

Michael Ostholthoff, Pfarrer

Wortgottesdienst zum 5. Fastensonntag in St. Andreas Hullern

Zum Passionssonntag - dem fünften Fastensonntag - hat das Pastoralteam einen Wortgottesdienst in der Kirche St. Andreas in Hullern vorbereitet. In St. Andreas hängt ein ganz besonderes Gemälde, das Christus an der Geißelsäule zeigt, er ist ein Wegbegleiter, der unsere Sorgen und Ängste kennt, sie sogar selbst durchlitten hat.

Texte: Pfarrer Michael Ostholthoff und Pastoralreferentin Mechthild Heimann

Musik: Elina Semenova

Unterstützen Sie die Fastenkollekte - trotz Corona

Lassen Sie uns in dieser Zeit der Sorge die Menschen in Syrien und den Libanon nicht vergessen. Sie haben alles verloren, was ein Leben in Sicherheit und Würde ausmacht. Ihnen möchte MISEREOR weiterhin beistehen - mit Ihrer Hilfe

MISEREOR-Kollekte am 28./29. März 2020

In diesen Tagen besinnen sich viele Menschen in unserer Gemeinde auf den Wert des Zusammenhaltens und der Solidarität. Die Folgen des Corona-Virus treffen auch die MISEREOR-Fastenaktion, da die Kollekte eine existenzielle Säule der MISEREOR-Projekt-Arbeit ist. Durch die Absage aller Gottesdienste entfällt somit auch diese wichtige Sammelaktion. Dennoch geht die Arbeit in den Hilfsprojekten weiter.

Menschen im Nahen Osten, in Venezuela, im Kongo und anderen Ländern sind auf unsere Solidarität angewiesen. Zu den übergroßen Nöten und Leiden wie Krieg, Vertreibung und Flucht kommt nun die Sorge um die eigene Gesundheit in Zeiten der Pandemie hinzu.

Daher wenden wir uns heute mit folgender Bitte an Sie:

Bitte spenden Sie Ihre Kollekte direkt an MISEREOR.

Das geht per:

Wir danken Ihnen von Herzen und wünschen Ihnen für die kommende Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Gesundheit. Mögen Sie die kommenden Monate unversehrt überstehen.

Gesundheit und gesegnete Ostertage!

Palmzweige für Jesus gestalten

Palmsonntag für Familien in Zeiten der Corona-Krise
Leider müssen wir in diesem Jahr auf die großen Palmprozessionen an unseren Kirchen verzichten. Trotzdem wollen wir Palmsonntag feiern und Jesus stellvertretend mit Bildern von Palmzweigen zujubeln.
In der Marienkirche ist auf einer Stellwand Jesus auf dem Esel zu sehen, der in die Stadt Jerusalem einreitet. Alle Kinder sind eingeladen, ihm mit einem selbstgemalten Palmzweig zuzujubeln. Malt ein Bild von einem bunt geschmückten Palmzweig, schickt ich per Post an das Pastoralbüro, Gildenstraße 22 oder scannt ihn ein und schickt ihn per Mail an veronika.buecker@st-sixtus.de. Ich werde ihn ausdrucken und auf die Stellwand heften. Wenn ihr in der Nähe der Marienkirche wohnt, könnt ihr ihn auch selbst dort anbringen. Im Laufe der Woche wird so aus dem einsamen Jesus ein bunter, jubelnder Einzug in Jerusalem.
Zusätzlich könnt ihr zu Hause einen Palmstock basteln. Wenn ihr kein Buchsbaum habt, könnt ihr auch anderes Grün verwenden. Eine Anleitung um einen Hahn zu backen findet ihr hier.
Am Palmsonntag senden wir dann über die Homepage (www.st-sixtus.de) einen kurzen Gottesdienst für Familien zum Palmsonntag.

Ich habe Zweifel

Ich habe Zweifel

Als ich diese Überschrift eines Kommentars von Mathias Döpfner las, wurde ich direkt aufmerksam. Döpfner ist der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE. Was er in seinem Artikel kommentierte waren dann zwar nicht meine Zweifel, doch das Thema war in mir geboren. Denn auch ich habe Zweifel in diesen Tagen.

Der Mensch, der zweifeilt, stellt in Frage. Mein Leben, wie ich es bisher gelebt habe, wurde mal so eben aus den Angeln gehoben. Und niemand kann mir versprechen, dass ich es in absehbarer Zeit zurückerhalte. Das, was mir gerade noch festgefügt und unumstößlich galt, erwies als sich als fragil.

Sicher, schon in den vergangenen Monaten hatte das Thema des Klimawandels und die Wucht, mit der es auf die politische Agenda gehoben wurde, das Potential, unsere Lebensgewohnheiten fundamental in Frage zu stellen. Doch das war alles nichts im Vergleich zu dem, was uns da in den vergangenen Tagen getroffen hat.

Und so sitze ich in meiner Wohnung und stelle mir die großen Fragen an mein Leben. Wie selbstverständlich habe ich so vieles genommen. Die alltäglichen Begegnungen mit Menschen, die mein Leben bereichern, die Verabredung mit Freunden am Abend im Restaurant, der alljährliche Urlaub in Italien. Woher kann ich den inneren Reichtum für mein Leben schöpfen, wenn mir all das vorerst genommen ist? Eine einfache, schnelle Antwort verbiete ich mir, denn die wird meiner Verunsicherung nicht gerecht. Ich bringe meine Fragen ins Wort, ins Gebet.

Unser Glaube hält auch den Zweifel aus. Ich möchte sogar weitergehen: unser christlicher Glaube gebraucht den Zweifel, wenn er nicht zum Fundamentalismus oder zum oberflächlichen Schauspiel verkommen will. Der Zweifler ringt mit Gott und schont ihn nicht. Alles darf ich in mein Gebet hineintragen. Meine Überzeugung ist: Gott will keine Maulhelden mit forschen Lippenbekenntnissen. Er will Gottesstreiter, die die großen Fragen unseres Lebens nicht schon beantwortet sehen, sondern die mit Gott im Gespräch bleiben wollen. In diesen Tagen beginne ich mein Gebet mit diesen Worten: Ich habe Zweifel.

Michael Ostholthoff, Pfarrer

Aktion Hoffnungslicht

Die Pfarrei St. Sixtus lädt dazu ein, sich der Initiative der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen anzuschließen, jeden Abend um 19 Uhr eine brennende Kerze sichtbar ins Fenster zu stellen und dann das Vaterunser zu beten.

Das Vaterunser verbindet alle Christinnen und Christen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg und kann so ein gutes Zeichen der Solidarität und Verbundenheit untereinander sein. Diese Verbundenheit gilt auch über die Grenzen zwischen den Religionen hinweg und hat besonders die im Blick, die am schwersten unter den Auswirkungen der Coronaepidemie zu leiden haben, sowie diejenigen Menschen, die sich für die Bewältigung dieser Krise einsetzen.

Eine Kerze, die die Dunkelheit erhellt und auch von weit fern schon sichtbar ist, ist zugleich ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht darauf, dass wir diese schweren Zeiten bestehen können.

Auch die Evangelische Kirchengemeinde Haltern sowie die Neuapostolische Kirche Haltern regen an, sich an der Aktion "Hoffnungslicht" zu beteiligen.

Ein Videoimpuls von Pastoralreferent Georg Kleemann

Gedenken an den 24. März 2015

Am heutigen 24. März jährt sich der Flugzeugabsturz zum 5. Mal. Aufgrund der aktuellen Beschränkungen können wir das Gedenken heute nicht wie gewohnt begehen. Dennoch wollen wir es nicht einfach ausfallen lassen. Zur Absturzzeit um 10.41 werden natürlich die Glocken unserer Kirchen zur Schweigeminute aufrufen.

Um auch ein gemeinsames Zeichen zu setzten bitten wir darüber hinaus, heute um 19:00 Uhr eine Kerze sichtbar in ein Fenster zu stellen und diese bis zum Glockengeläut um 19:30 brennen zu lassen. Zum Abschluss können wir ein Vater Unser beten.

In unserem Video-Impuls greifen wir einige Elemente unseres geplanten Gedenk-Gottesdienstes auf.

Fastenzeit - Extended

Zwischenzeitlich hatte ich es bei der ganzen Aufregung schon fast vergessen: wir stehen mitten in der Fastenzeit. Vor einigen Wochen habe ich noch gepredigt, dass diese Zeit die Einladung an uns ist, einmal kürzerzutreten, zu verzichten, sich auch einmal zurückzuziehen, in sich hineinzuhören. Nun ist uns diese Entscheidung zum Verzicht in allen möglichen Lebensbereichen abgenommen worden. Wir sind auf uns zurückgeworfen, müssen es mit uns selbst aushalten.

Zugegeben: einen positiven Sinn von Verzicht kann ich leichter dann erkennen, wenn ich das Ganze nicht erleide, sondern wenn ich mich bewusst dafür entscheiden kann. Doch nur mit unseren gegenwärtigen, reduzierten Lebensbedingungen zu hadern, sie nur zu erleiden, das bringt doch auch nichts.

Die Experten des Robert Koch Institutes erklären uns täglich den Sinn dieser Maßnahmen. Die Fastenzeit in unseren Kirchen steht nicht gegen das Leben, sondern will uns auf die Feier des Lebens vorbereiten. Fastenzeit ist eine Hoffnungszeit, eine Zeit im Zugehen auf Ostern. Dann werden wir den Sieg des Lebens über den Tod feiern.

Ich möchte daran glauben, dass wir in diesem Tag zweimal Ostern feiern werden. Der eine Termin steht schon in meinem Kalender, es ist der Ostersonntag, 12. April. Aber ich hoffe mit so vielen Menschen auf einen weiteren Ostertag in diesem Jahr: an dem die Nachricht durch die Welt geht, dass es bei der Erforschung des Impfstoffes gegen das Corona-Virus einen Durchbruch gegeben hat. Dass wir keine Angst mehr haben müssen um uns und unsere Lieben. Ja, dann werden wir noch einmal das Leben feiern.

Michael Ostholthoff, Pfarrer

Wortgottesdienst zum 4. Fastensonntag

Das Pastoralteam hat einen Wortgottesdienst zum 4. Fastensonntag vorbereitet.

Die Texte des heutigen Evangeliums sprechen von Heilung. Heilung zu erfahren ist für die Erkrankten der sehnlichste Wunsch in diesen Tagen. Ärzte und Pflegekräfte tun ihr möglichstes um Heilung erfahrbar zu machen. Auch jeder einzelne kann einen Beitrag zum Wohlergehen der Gesellschaft leisten.

Auch für Familien wollen wir einen kleinen Gottesdienst zur Verfügung stellen, den das Bistum Essen erarbeitet hat. Zum Familiengottesdienst einfach die unten stehende PDF-Datei anklicken.

 

 

Ein Dankeschön

Systemrelevant – die Liebe zum Mitmenschen

In den vergangenen Stunden wurde ein Text über Whatsapp geteilt:

„2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Politik und Wirtschaft zugeben mussten, dass Berufe, die seit Jahren für Personalmangel, geringe Wertschätzung, unbezahlte Überstunden und vergleichsweise niedrige Bruttolöhne bekannt waren, systemrelevant sind.“

Ein Dankeschön an alle, die in diesen schweren Tagen Dienst tun in unseren Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen, in den Kitas und den Leitstellen, in der Politik und in unseren Ämtern, die für unsere Sicherheit sorgen und unsere Infrastruktur aufrechterhalten. Die sich um das Wohl ihrer Mitmenschen sorgen und sich so für das Gemeinwohl einsetzen. Wir dürfen Euren Einsatz in diesen Tagen nicht vergessen. Ihr zeigt uns, was wirklich systemrelevant ist: die Liebe zu unseren Mitmenschen.

Michael Ostholthoff, Pfarrer

Gebet von Bischof Stephan Ackermann - Trier

Gebet in der Zeit der Corona-Krise

Jesus, unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;  
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,
unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.
Bischof Stephan Ackermann, Trier

Das Kreuz von St. Sixtus

Das Kreuz in der Pfarrkirche St. Sixtus in Haltern am See ist eine Einladung zum persönlichen Gebet. In diesen angespannten Zeiten, in denen wir uns aufgrund der Infektionsgefahr nicht mal zu kleinen Gottesdienstgemeinschaften versammeln können, ist es um so wichtiger, die Mitte des Glaubens - Jesus Christus - tiefer in den Blick zu nehmen. Hier können die ganz eigenen Sorgen und Nöte ebenso vor Gott gebracht werden, wie das bittende Gebet für alle Menschen, die sich für unser aller Wohlergehen einsetzen.

Sagst Du das von Dir aus

Pastoralreferentin Veronika Bücker zur Kreuzwegstation: Sagst Du das von Dir aus? Gerade in dieser besonderen Situation ist es wichtig, dass wir die Mitte, die Christus ist, immer tiefer in den Blick nehmen.

Wort des Pfarrers

Wir vs. Virus - das Wir gewinnt

Unser Zusammenleben wird gegenwärtig auf eine harte Probe gestellt. Lebensgewohnheiten werden hinterfragt oder gar verboten. Wir sollen räumliche Distanz zueinander halten, damit das Virus keine Ausbreitung findet. Grenzen werden geschlossen, das öffentliche Leben auf ein Minimum zurückgefahren, viele Länder haben bereits Ausgangssperren verhängt. All diese Maßnahmen sind gut und richtig, und doch dürfen sie nicht dazu führen, dass bedürftige Menschen notwendige Hilfen nicht mehr erhalten, dass sie vergessen werden und unter Einsamkeit leiden. Genau deshalb finde ich es großartig, dass an so vielen Stellen Initiative ergriffen wird, gerade an die Schwächsten in unserer Stadt zu denken. Sei es die Halterner Zeitung mit ihrer Aktion "Wir halten zusammen" oder der Caritasverband mit der Initiative "Corona Solidaritätsnetzwerk Haltern", an unterschiedlichen Stellen engagieren sich Menschen für die gute Sache, für Menschen, die uns gerade in diesen schweren Stunden gebrauchen. Natürlich muss dies alles gut koordiniert, mit Vorsicht und Bedacht durchgeführt werden. Niemand soll sich leichtfertig in Gefahr begeben. Gerade die Älteren unter uns sollten extrem achtsam handeln. Aber auch für diese Altersgruppe hätte ich einen konkreten Vorschlag zur Unterstützung anderer. Nehmen Sie sich doch einmal das Telefon zur Hand und rufen Menschen aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, aus der Nachbarschaft und der Familie an und schenken ihnen ein Gespräch. Sollten Sie in diesen Tagen also ein wenig Zeit haben oder sollte gar Langeweile aufkommen, dann beschenken sie auf diese Weise einen Mitmenschen. Wir vs. Virus - ich bin überzeugt: das Wir wird gewinnen.

Ihr

Michael Ostholthoff, Pfarrer