»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,11

Katharinenkapelle, Hamm-Bossendorf

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Katharinenkapelle, Hamm-Bossendorf

Die Katharinenkapelle in Hamm-Bossendorf

Die Katharinenkapelle, die auch Ludgeruskapelle genannt wird, ist der älteste Steinbau im Vest Recklinghausen und wird von vielen Kunsthistorikern als die älteste Steinkirche im Bistum Münster angesehen. Es gibt zwar keine schriftlichen Zeugnisse über den Baubeginn, doch ist die Kapelle sicher eine Gründung des Heiligen Bischofs Liudger (742-809), des ersten Bischofs von Münster.
Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts förderten Belege zu Tage, nach denen die Kapelle Teil eines Stützpunktes war, den Karl der Große zur Sicherung seiner sächsischen Eroberungen an dem wichtigen Lippeübergang bei Haltern anlegen ließ.
Der Chorraum der Kapelle ist älter als das Kirchenschiff, das vermutlich im 11./12. Jahrhundert davor gesetzt wurde. Die Kapelle wurde aus Steinen aus dem nahegelegenen Hammer Steinbruch erbaut. An den Fenstern an der Südseite des Chores ist die ursprüngliche romanische Fensterform noch zu erkennen.
Der jetzige Eingang der Kapelle wurde erst nach dem 30jährigen Krieg eingebaut. Auf dem Dachfirst ist heute ein kleiner Dachreiter aufgesetzt.

Die Ausstattung der Kapelle

Die Kapelle ist schlicht in ihrer Ausstattung. In den Jahren 1958 bis 1965 und 1990 wurde die Kapelle grundlegend renoviert.
Zentrum des Kapellenraumes ist der kleine geschnitzte Altar im westfälisch-barocken Stil vom Coesfelder Künstler Saße aus dem Jahr 1744. In dem von Säulen flankierten, oben halbrund geschlossenen Mittelfeld steht die Holzfigur der Heiligen Katharina mit den Attributen Schwert und Rad.
Der Unterbau ist in Form eines Sarkophages gestaltet.
An der Südseite des Chorraumes befindet sich eine Ausgussnische, ihr gegenüber ist in die Nordwand ein kleines Sakramentshäuschen eingelassen. Die Tabernakeltüre aus verzinnter Bronze stammt - ebenso wie der Zelebrationsaltar, Die Sedilien und der Taufsteindeckel von Georg Ahrens aus Weibern-Wabern (+ 1947) aus dem Jahr 1991.
Der Taufstein am Eingang der Kapelle soll aus dem Fuß einer Säule gehauen sein, die Teil eines Heiligtums der Brukterer war.

Adresse

Kapellenweg
45721 Haltern am See