»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,1

St. Maria Magdalena, Flaesheim

/fileadmin/_processed_/e/b/csm_md_20170626_212956_0028_fa44b1d451.jpg

St. Maria Magdalena, Flaesheim

Die Kirche St. Maria Magdalena in Flaesheim

Die Gründung der Kirche in Flaesheim reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits um das Jahr 800 hat es wohl einen Gutshof mit einer Kirche gegeben.
Um 1166 ist dieser Hof im Besitz des Grafen von Ravensberg. Im selben Jahr wird ein Frauenkloster gegründet, das zunächst dem Prämonstratenserorden angehört und um 1550 ein freiweltliches Damenstift wird.
1803 wurde das Stift im Rahmen der Säkularisation aufgehoben. Erst 1961 verzichtete der Herzog von Arensberg auf alle Patronasrechte über Kirche und Pfarrei.
Die Kirche ist von einem schweren, gedrungenen Kirchturm mit einem Pyramidendach geprägt, der bis in die Zeit der Klostergründung zurück reicht. Die Flaesheimer Kirche nimmt noch einmal das Raumprogramm der großen mittelalterlichen Fraunkonvente auf, bei denen der Chor der Ordensfrauen auf einer Westempore zu finden war. Schwere Strebepfeiler am Turm dienen heute als Ersatz für die einstigen Treppentürme. Der Chorraum geht auf eine Erweiterung der Kirche im 15. Jahrhundert zurück.

Wer die Kirche St. Maria Magdalena durch das Hauptportal mit je vier Szenen aus dem alten und vier aus dem Neuen Testament betritt und den Weg unter dem Chorraum hindurchgeht, der wird ganz von der Atmosphäre der Kirche und des Altarraumes gefangen.
Die Grabplatten im Altarraum sind bis heute zeugen der großen Vergangenheit der Kirche als Kloster bzw. Stift.
Der reiche Hochaltar aus Sandstein, Marmor und Alabaster, stammt aus der Werkstatt des münsterschen Bildhauers Gröninger. Er zeigt im erhöhten Mittelfeld die Kreuzigungsgruppe und fügt die knieende Maria Magdalena als Patronin der Kirche ein. Der Altaraufsatz ist eine Stiftung der Äbtissen M. von Ketteler von Haus Sythen, datiert auf das Jahr 1658.
Barocke Zitate finden sich auch im Chorgestühl der Kirche und im Taufstein mit seinen Engelköpfen am Schaft und am Becken.
Auf der Seite des Taufbeckens steht auch die Eichenholzplastik der Heiligen Maria Magdalena mit dem Salbgefäß.
Auf der gegenüberliegenden Seite deutet die Bischofsfigur auf den Heiligen Norbert von Xanten, den Gründes des Prämonstratenserordens, hin.

Adresse

Stiftsplatz
45721 Haltern am See