»Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.« Jeremia 29,11

Edition T21

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Edition T21

"Edition T21" - eine Fotoausstellung zum Leben mit Down-Syndrom

Was bedeutet es, mit Down-Syndrom zu leben? Und was verändert sich, wenn Menschen nicht zuerst an einer Diagnose, sondern an ihrer Persönlichkeit wahrgenommen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Fotoausstellung "Edition T21", die vom 8. November 2026 bis zum 20. Januar 2027 in der St.-Sixtus-Kirche in Haltern am See zu sehen ist.

Die Fotografin Merle Weidemann porträtiert Menschen mit Down-Syndrom. Ihre Bilder zeigen individuelle Persönlichkeiten, Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Zugleich fordern sie dazu heraus, über gesellschaftliche Erwartungen, Vorurteile und den Wert menschlichen Lebens nachzudenken.

Merle Weidemann ist Fotografin und Mutter von vier Kindern. Ihr Sohn Remy hat das Down-Syndrom. Seine Geburt hat ihre Sicht auf Menschen und auf das Leben verändert und ihre fotografische Arbeit geprägt.
"Ich wünsche mir, dass die Menschen nach dem Besuch der Ausstellung nicht zuerst das Down-Syndrom sehen, sondern den Menschen: mit seiner Persönlichkeit, seiner Freude am Leben und allem, was ihn einzigartig macht", so Weidemann.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 8. November 2026, im Anschluss an die 10-Uhr-Messe. Merle Weidemann führt dabei persönlich in ihre Arbeit ein.

"Lieben, was ist." - Persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Fragen

Am Donnerstag, 14. Januar 2027, um 18.30 Uhr lädt eine Begleitveranstaltung im Rathaus Haltern am See dazu ein, die Themen der Ausstellung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu vertiefen.

Sabine Martini berichtet von ihrem Leben mit ihrer Tochter Sophia, die das Down-Syndrom hat. In ihrem TEDx-Vortrag "Lieben, was ist: Ein Leben mit Down-Syndrom" beschreibt sie die Geburt ihrer Tochter als Glücksfall. Sie erzählt von veränderten Erwartungen, persönlichen Erfahrungen und dem Wunsch, dass Menschen mit Down-Syndrom selbstverständlich dazugehören. Gemeinsam mit Merle Weidemann möchte sie Familien ermutigen und für einen offenen Blick auf das Leben werben.

Dr. med. Detlev Katzwinkel ergänzt den Abend um die medizinische und ethische Perspektive. Der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe leitete fast 30 Jahre die Frauenklinik des St. Martinus Krankenhauses in Langenfeld. Er engagiert sich, unter anderem in der PROVITA Stiftung, für die Würde und den Schutz menschlichen Lebens. Sein Impuls beschäftigt sich mit Fragen der Pränataldiagnostik und den Herausforderungen, denen werdende Eltern nach einem auffälligen Befund begegnen.

Die Veranstaltung bringt damit sehr unterschiedliche Erfahrungen zusammen: die Perspektive einer Fotografin und Mutter, persönliche Erlebnisse aus dem Familienalltag und die medizinisch-ethische Einordnung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Gesellschaft allen Menschen mit Wertschätzung begegnen kann.

Der Abend ist zugleich Auftakt in ein Jubiläumsjahr: Seit 25 Jahren steht die inklusive Halterner Freitagsgruppe für gelebte Gemeinschaft und Freundschaft. Menschen mit und ohne Behinderung treffen sich regelmäßig, gestalten ihre Freizeit gemeinsam und erleben, wie selbstverständlich Inklusion sein kann.

Termine und Orte

Ausstellung "Edition T21": 8. November 2026 bis 20. Januar 2027, St.-Sixtus-Kirche, Haltern am See.
Eröffnung: Sonntag, 8. November 2026, im Anschluss an die 10-Uhr-Messe, mit Einführung durch Merle Weidemann.

Begleitveranstaltung "Lieben, was ist.": Donnerstag, 14. Januar 2027, 18.30 Uhr, Rathaus Haltern am See.